Saint-Gobain Performance Plastics Foams
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Europe

E. TIM Thermal Resistance

Die Messung des Wärmewiderstands bietet die verlässlichste Methode zur Bewertung von Wärmeleitmaterialien, da sie die Auswirkung des Kontaktwiderstands auf das Wärmeverhalten des Systems aufzeigt.

 

Um den Wärmewiderstand zu minimieren, muss der Spalt zwischen zwei Flächen folgende Bedingungen erfüllen:
1. Der Spalt muss mit stark wärmeleitfähigen Füllmaterialien verschlossen sein.
2. Das Füllmaterial muss sich allen Oberflächenunebenheiten der beiden Flächen anpassen.
3. Das Füllmaterial muss den Spalt zwischen den beiden Flächen vollständig und exakt ausfüllen.

 

Bei der Messung des Wärmewiderstands nach Standardtestverfahren (siehe Abschnitt „Testverfahren“ in dieser Broschüre), sollten die folgenden Idealbedingungen gegeben sein:
1. Ebene Spaltflächen
2. Einheitlicher Anpressdruck
3. Einheitlicher Wärmefluss über die gesamte Testfläche
4. Gesamte Wärmeableitung erfolgt durch das Wärmeleitmaterial.

 

Um den Wärmewiderstand eines Wärmeleitmaterials in einem bestimmten System exakt wiederzugeben, muss der Testaufbau die Systembetriebsbedingungen sorgfältig nachbilden. Das heißt, der Testaufbau muss die Ober¬flächenrauigkeit, die Oberflächenunebenheiten, den Anwendungsdruck und die Mikroprozessorleistung des tatsächlichen Systems wiedergeben. Wichtig ist, dass die Wärmewiderstandwerte unterschiedlicher Wärmeleitmaterialien bei den gleichen Anpressdrücken gemessen werden. Denn die Leistung verschiedener Wärmeleitmaterialien kann nur dann in aussagekräftiger Weise verglichen werden, wenn diese unter den gleichen Testbedingungen ermittelt wird. Darüber hinaus sollte der Wärmewiderstand stets über die gesamte Kontaktfläche gemessen und nicht für beispielsweise eine Fläche von einem Quadratzoll hochgerechnet werden. Das Hochrechnen des Wärmewiderstands kann zu irreführenden Ergebnissen führen, da bei dieser Berechnung fälsch¬licherweise von einem einheitlichen Wärmefluss über den gesamten Testbereich hinweg ausgegangen wird.