FIP - Foam In Place System (Anwendungsspezifisch schäumbares Dichtungssystem)
Die DYNAFOAM® Foam-In-Place-Gasketing-Technologie (FIGP, Anwendungsspezifisch schäumbare Dichtungen) von Saint-Gobain basiert auf einer Einkomponenten-Polyurethan (PUR)-Formel.
| Die DYNAFOAM®-Produkte werden mit trockener Luft oder Stickstoff (N2) aufgeschäumt. Die Aushärtung erfolgt, sobald das Produkt außerhalb des Aufschäumsystems mit Luftfeuchtigkeit in Berührung kommt, und kann durch spezielle Luftfeuchtigkeits- und Temperaturbedingungen beschleunigt werden. | |  |
Da die DYNAFOAM®-Produkte aus nur einer Komponente bestehen, ist das Dosieren verschiedener Chemikalien, Mischen von Reaktionschemikalien in der Dosierpistole und Entleeren der Dosierpistole selbst bei längeren Produktionsunterbrechnungen nicht erforderlich. Das spart umweltschädlichen Abfall und schont die Kosten.
Die Produkte werden in mehrschichtigen, feuchtigkeitsdichten, versiegelten Beuteln in 20- oder 200-Liter-Containern geliefert und gelagert. Die Trommel-Entladeplatte des Aufschäumsystems drückt das Material direkt aus dem Beutel aus, so dass Luftkontakt zuverlässig vermieden wird.
Die fortschrittliche, patentierte FIPG-Technologie von Saint-Gobain bietet eine hohe Prozesssicherheit und spart Kosten, da Schwankungen unter extremen Umwelt- und Produktionsbedingungen vermieden werden, ohne ein Eingreifen des Anwenders zu erfordern. Anders als bei Zwei-Komponenten-PUR müssen weder die Geräteeinstellungen bei großen Luftdruckschwankungen geändert, noch die Teile vor dem Abdichten auf Raumtemperatur gebracht werden.
Dank ihrer thixotropen Eigenschaften können die DYNAFOAM®-Produkte in 3 Dimensionen angewandt werden. So kann die Dichtung uneingeschränkt in jeder Richtung (selbst über Kopf) angebracht werden, was eine besonders einfache Handhabung der Teile während und nach ihrem Abdichten erlaubt. Je nach Automatisierungverfahren kann der Roboter anstelle der Dosierpistole die abzudichtenden Teile bewegen, wodurch bedeutende Einsparungen beim Transport und der Verarbeitung der Teile möglich werden.
Beim Aufbringen von DYNAFOAM®-Dichtungen auf spritzgegossene Kunststoffteile ist es üblich, dass derselbe Roboter das Formteil aus der Gussform löst, den Einspritzkanal reinigt, die DYNAFOAM®-Dichtung aufbringt und das Formteil direkt nach Anbringen der Dichtung abpackt.